Voices of Conflict: Rufat

Voices of Conflict: “I wish that there would be a world where people could talk to each other easily and openly.”

Seit Jahrzehnten kommt es im Konflikt um Bergkarabach im Kaukasus immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan. In den letzten Wochen eskalierte der Konflikt: Seit Ende September herrscht Krieg. 

Völkerrechtlich gehören die Region Bergkarabach und die umliegenden Provinzen zu Aserbaidschan, werden seit 1994 jedoch von Armenien besetzt. Die auf diesem Gebiet ausgerufene und von Armenien gestützte Republik Arzach ist international nicht anerkannt. Gegenwärtig rücken aserbaidschanische Truppen mit politischer Unterstützung der Türkei vor und greifen die Region samt ihrer Hauptstadt Stepanakert an.

Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen gibt es nach Medienberichten auf beiden Seiten zu beklagen. Nichtsdestotrotz rückt der Konflikt in der europäischen Öffentlichkeit in den Hintergrund. Über das Leiden der Zivilgesellschaft wird kaum berichtet.

Im Kontext unseres Discuss Europe Events am 17. November “Battle for Nagorno-Karabakh – Exchange and approaches for a peaceful solution” wollen wir auch den Menschen in Armenien, Aserbaidschan und Berg-Karabach eine Stimme geben und haben dafür mit Menschen aus den verschiedenen Gebieten über ihre aktuelle Situation gesprochen. Das heutige Gespräch wurde mit Flora, aus Stepanakert, der Hauptstadt der umkämpften Republik Arzach, geführt. Sie ist 21 Jahre alt und arbeitet neben ihrem Master in International Bussiness Communication als Englisch Tutorin.

Interview auf Deutsch (English version further down)

Fragen von JEF NRW

 

Inwieweit bist du oder deine Familie vom Berg-Karabach-Konflikt betroffen?

Rufat: Als Aserbaidschaner muss ich sagen, dass auch ich und meine Familie von diesem Konflikt betroffen sind. Meine Großmutter kommt ursprünglich aus der Karabach-Region. Während des Ersten Krieges in Berg-Karabach (1991-1994) wurden etwa eine Million Menschen aus ihrer Heimat vertrieben – viele verteilten sich auf die unterschiedlichen Städte Aserbaidschans, häufig gingen sie nach Baku (aus der Stadt komme ich).

Ich erinnere mich über die Erzählungen meiner Eltern über die härteste Zeit ihres Lebens. Seit ich 1993 geboren wurde (während des Ersten Krieges in Berg-Karabach), hatte ich eine harte Kindheit, geprägt von Hungersnöten und ausgeprägtem Leid verteilt über das ganze Land.

Während meiner Schul- und Universitätslaufbahn nicht nur in Baku, sondern auch in Flensburg (wir waren 5 Aserbaidschaner), traf ich immer wieder auf Bekannte, die auch aus Nagorno-Karabach und den 7 annektierten Regionen im Umfeld kamen. Die vielen Momente, die ich mit ihnen erlebt habe und die Erinnerungen, die sie mit mir teilten über ihr Mutterland, hat eine besondere Rolle in meinem Leben eingenommen.

 

Wie gehst du mit dem Konflikt um? Was denkst du darüber?

Rufat: Seit dem 27. September (da startete der Zweite Berg-Karabach Konflikt) gehe ich- auch wenn der Konflikt weit weg ist- jeden Tag angespannt durch den Tag. In der Tat gab es seit dem Waffenstillstand 1994 verschiedene Stufen der Eskalation zwischen Armenien und Aserbaidschan und leider sind bisher viele Menschen ums Leben gekommen. Leider gab es nie eine richtige Deeskalation. 

 

Ich denke, dass es nie einen Gewinner des Konfliktes, sondern vielmehr immer zwei Verlierer gibt. Selbst dem Gewinner wird immer eine Narbe bleiben.

 

Ich habe Internationale Beziehungen (Bachelor of Arts) und European Studies (Master of Arts) studiert, sodass nicht nur der Krieg, sondern auch viele Konflikte Teil meiner Forschungen meines akademischen Hintergrundes waren. Beim Lesen der Historie und dem Erforschen verschiedener Konflikte in der Welt, kam ich zu der Erkenntnis, dass es nie einen Gewinner des Konfliktes, sondern vielmehr immer zwei Verlierer gibt. Selbst dem Gewinner wird immer eine Narbe bleiben.

Nichtsdestotrotz ist Geschichte nie frei von Dämonen, die schnell Hass in den Köpfen der Leute aussähen. Dieses Ego hat die Menschen schon immer dazu bewegt, mehr zu wollen. Und gerade das ist beim ersten Krieg im Berg-Karabach passiert. Armenien hat diesen Krieg gewonnen und eine Million aserbaidschanische Menschen aus deren Heimat vertrieben und schickte sich danach an, dieses Gebiet als „Sicherheitszone“ für seine Bevölkerung zu erklären.

Im Gegensatz zu anderen Konflikten, ist dieser Fall als komplette „ethnische Säuberung“ der Aserbaidschanischen Menschen zu sehen, da deren historische Spuren vis-à-vis aus der Region, die Spuren einer ganzen Nation, getilgt wurden. Während der folgenden 27 Jahre hat Armenien versucht das komplette historische Gedächtnis bzw. die Erinnerungskultur Aserbaidschans aus der Region zu eliminieren und taten, als seien sie das Opfer. Sicherlich können eine oder mehrere Personen lügen, aber nicht eine Million Menschen, die vertrieben worden sind. Das wäre so, als würde man erzählen, dass es nicht einen syrischen Flüchtling in Deutschland gäbe- die Armenier leugnen wie gesagt, dass sie eine Million Aserbaidschaner vertrieben haben.

 

Während der folgenden 27 Jahre hat Armenien versucht das komplette historische Gedächtnis bzw. die Erinnerungskultur Aserbaidschans aus der Region zu eliminieren und taten, als seien sie das Opfer.

 

Ich denke momentan an jede Person, die in diesem Krieg kämpft und an deren Familie, ungeachtet ob Armenier oder Aserbaidschaner. Im Laufe der Geschichte haben Aserbaidschaner und Armenier friedlich zusammengelebt. Aber nicht nur das: Auch in anderen Ländern studieren, arbeiten und leben sie miteinander oder haben sogar Familien zusammen gegründet. Eine gesamte Nation jedoch schlecht zu reden, sie als inhuman zu bezeichnen oder sogar ihr den Tod zu wünschen ist wider jede Menschlichkeit und muss verurteilt werden.

 

Hast du Kontakte zu Menschen in Aserbaidschan? Wie kam es dazu? Hat sich seit dem letzten Ausbruch des Konflikts etwas daran geändert?

Rufat: Ich habe mit zwei Armeniern zusammen studiert. Vor allem mit einem von ihnen hatte ich ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis. Außerdem arbeite ich mit zwei armenischen Kollegen auf meiner Arbeit in Hamburg zusammen.

In der Regel wird im ersten Teil der Unterhaltung die Einstellung oder Ansicht bezüglich des Konfliktes mitgeteilt. Meines Erachtens ist es ein wichtiger Schlüssel zwischen Aserbaidschanern und Armeniern, um eine Konversation vernünftig anzufangen. Ich wünsche mir, dass es eine Welt gäbe, in der man ungezwungen und offen einfach so miteinander reden könnte.

 

Siehst du Möglichkeiten für eine friedliche Konfliktlösung? Wie könnte diese aussehen?

Rufat: In der Tat sehe ich sogar eine Lösung! Es muss eine gemeinsame Lösung im Sinne beider Nationen geben. Unter Betrachtung der jetzigen Umstände, kann man jedoch nicht einfach von jetzt auf gleich den Krieg beenden, das ist schwer durchzuführen- es sei denn eine der beiden Nationen würde eine Niederlage eingestehen. Wie ich bereits sagte ist der Krieg eine Lose-Lose Situation für beide Seiten.

Ich würde nun vorschlagen meine eigene Sicht auf die Zukunft der Region zu schildern sowie meine Vision eines Traumes der künftigen Entwicklung. In der globalen Welt verlieren Grenzen ihre Bedeutung, aber Handelsabkommen sind von hohem Wert. Der Kaukasus ist nur eine kleine Region, bestehend aus drei Ländern, nämlich Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Würden diese drei Länder ihre wirtschaftliche Kraft bündeln, könnten sie sich konstant und rapide entwickeln. Die Region bildet das Bindeglied zwischen Ost und West und kann als Handelseck gesehen werden.

 

“Wenn einmal der Krieg aufhört und endlich der Frieden in die Länder kommt, wird für diese Region ein neues Kapitel aufgeschlagen. Ein neues Kapitel ohne Hass und Zorn, das sich auf den Wohlstand und Gesundheit der Leute fokussiert. Es wird alles andere als leicht werden, aber ich glaube fest daran.“

~ Rafut (27) aus Baku

 

Was erhoffst du dir von der Europäischen Union für die Lösung dieses Konfliktes?

Rufat: Die EU hat vermutlich auf diesem Planeten die größte Erfahrung in der Aussöhnung von Menschen. Im Laufe seiner Geschichte gab es auf dem Europäischen Kontinent eine Serie endloser Kriege oder Konfrontationen, inklusive zweier Weltkriege. Heute jedoch liegt das schon lange zurück, es gibt keinerlei Konflikte zwischen den Ländern, es gibt enge Handelsbeziehungen und Verflechtungen zwischen den Ländern in Zeiten des Friedens. Mehrere Länder könnte ich als Beispiele nennen.

Aserbaidschan und Armenien sind beides Länder, die sich mit den Europäischen Werten identifizieren und auch durchaus Bestrebungen haben, enger an Europa heranzurücken. Genau diesen positiven Einfluss sollte die EU in der Region nutzen und zeigen, dass der Weg in die wirtschaftliche Integration besser ist als die territorialen Ansprüche eines anderen Landes sowie der ethnisch-kulturell-historischen Säuberung.

Zurück zum Konflikt: Die EU kann und sollte auch ihren positiven Einfluss nutzen ABER sie sollte kein Schiedsrichter oder nur objektiver Betrachter von außen in der Auflösung des Konfliktes sein, so wie sie es seit dem Ausbruch des Konfliktes getan hat.

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RAFUTS POLITISCHE EINSCHÄTZUNG

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn das Verhältnis der EU-Mitgliedsstaaten zu Aserbaidschan und Armenien ist nicht einheitlich und meistens einseitig geprägt.

Nehmen wir das Beispiel Frankreich: Hier gibt es mehr als 1,5 Millionen Armenier, die französische Staatsbürger sind und in Frankreich leben. Auf diese Weise ist es für sie einfach direkt in den politischen Entscheidungsprozess einzugreifen bzw. diesen zu beeinflussen, hier auch in öffentlich-rechtlichen Medien, zum Beispiel im Fernsehen, um Unterstützung zu bekommen.

Der französische Präsident E. Macron hat seit dem ersten Tag des Konflikts ein scharfes Statement gegenüber Aserbaidschan abgegeben, obwohl Frankreich dauerhaftes Mitglied der OSZE Minsk Gruppe ist (1992 vom Ministerium für Sicherheit und Kooperation ins Leben gerufen) und das Mandat eigentlich zu voller Objektivität und Neutralität verpflichtet. 

Des Weiteren gab es großen Druck von Armeniern gegenüber französischen Journalisten (TF1), nachdem diese einen Artikel über einen armenischen Militärangriff an Zivilisten in Aserbaidschan publiziert hatten. 

Nach diesem Druck hatte sich leider TF1 entschieden, diesen Bericht von seiner Website zu entfernen. Der Journalist Liseron Boudoul erhielt dutzende beleidigender Nachrichten in den sozialen Medien, nachdem er im Fernsehen über die Situation in Nagorno-Karabakh. Der Bericht zeigte das tägliche Leben auf der aserbaidschanischen Seite der Kriegsfront. Kurz nach der Veröffentlichung erhielt Boudoul eine ganze Reihe an Hass-Mails und Beleidigungen, die einige Tage anhielten. 

Auf der anderen Seite gibt es EU-Mitgliedsstaaten, die enge Handelsbeziehungen mit Aserbaidschan führen (Aserbaidschan hat eine bedeutende Rolle im Europäischen Energiesektor im Bereich von Öl und Gas) und die territoriale Integrität von Aserbaidschan (anerkannt von den Vereinten Nationen) auch öffentlich anerkennen, wie zum Beispiel Italien und Deutschland.


Interview and information in English

To what extent are you or your family affected by the Nagorno-Karabakh conflict?

Rufat: As an Azerbaijani I have to say that I and my family are also affected by this conflict. My grandmother originally comes from the Karabakh region. During the First War in Nagorno-Karabakh (1991-1994), about one million people were displaced from their homeland – many were dispersed among the different cities of Azerbaijan, often going to Baku (that is where I come from). I remember the stories my parents told me about the hardest time of their lives. Since I was born in 1993 (during the First War in Nagorno-Karabakh), I had a hard childhood, marked by famine and pronounced suffering spread all over the country.

During my school and university career, not only in Baku but also in Flensburg (we were 5 Azerbaijanis), I met again and again with acquaintances who also came from Nagorno-Karabakh and the 7 annexed regions in the surrounding area. The many moments I experienced with them and the memories they shared with me about their motherland played a special role in my life.

For decades, the conflict over Nagorno-Karabakh in the Caucasus has been a recurrent source of conflict between Armenia and Azerbaijan. In the past weeks the conflict has escalated: since the end of September there has been a war.

Under international law, the region of Nagorno-Karabakh and the surrounding provinces belong to Azerbaijan, but have been occupied by Armenia since 1994. The Republic of Arzach, proclaimed in this area and supported by Armenia, is not internationally recognized. Currently, Azerbaijani troops with Turkish political support are advancing and attacking the region including its capital Stepanakert.

According to media reports, attacks on civilians and civilian facilities are lamentable on both sides. Nonetheless, the conflict is receding into the background in European public opinion. The suffering of civil society is hardly reported.

In the context of our Discuss Europe Event on the 17th of November, we also want to give the people in Armenia, Azerbaijan and Nagorno-Karabakh a voice and therefore we have talked to people from the different regions about their current situation.

Today’s interview is with Rufat (27) works in Hamburg and did his Masters in European Studies. He grew up in Baku, in Aserbaidschan.

How do you deal with the conflict? What do you think about it?

Rufat: Since September 27th (when the Second Nagorno-Karabakh Conflict started) I have been going through the day in a tense way, even though the conflict is far away. In fact, since the cease-fire in 1994, there have been different stages of escalation between Armenia and Azerbaijan and unfortunately, many people have died so far. Unfortunately, there has never been a real de-escalation.

I studied International Relations (Bachelor of Arts) and European Studies (Master of Arts), so not only the war but also many conflicts were part of my academic background. While reading history and researching various conflicts in the world, I came to the conclusion that there is never one winner of a conflict, but rather always two losers. Even the winner will always have a scar.

Nevertheless, history is never free of demons that would quickly sow hatred in people’s minds. This ego has always made people want more. And this is exactly what happened during the first war in Nagorno-Karabakh. Armenia won this war and expelled one million Azerbaijani people from their homeland and then set about declaring this area a “security zone” for its people. Unlike other conflicts, this case is to be seen as a complete “ethnic cleansing” of the Azerbaijani people, as their historical traces vis-à-vis were erased from the region, the traces of an entire nation.

 

Throughout the history Azerbaijanis and Armenians have lived together peacefully. But not only that: also in other countries they study, work and live together or even have founded families together.

~ Rufat (27) from Baku, Azerbaijan

 

During the following 27 years, Armenia has tried to eliminate the complete historical memory or culture of memory of Azerbaijan from the region and pretended to be the victim. Certainly, one or more people can lie, but not a million people who have been displaced. It would be like telling that there is not one Syrian refugee in Germany – the Armenians deny, as said, that they have displaced one million Azerbaijanis.

I am thinking at the moment about every person who is fighting in this war and about his family, whether Armenians or Azerbaijani. Throughout the history, Azerbaijanis and Armenians have lived together peacefully. But not only that: also
in other countries they study, work and live together or even have founded families together. But to badmouth an entire nation, to call it inhumane or even to wish her death is against all humanity and must be condemned.

 

Do you have contacts with people in Azerbaijan? Has anything changed since the last outbreak of the conflict?

Rufat: I studied together with two Armenians. Especially with one of them I had a very good, friendly relationship. I also work with two Armenian colleagues at my work in Hamburg.

Usually the first part of the conversation is about the attitude or viewpoint regarding the conflict. In my opinion, it is an important key between Azerbaijanis and Armenians to start a conversation in a reasonable way. I wish that there would be a world where people could talk to each other easily and openly.

 

Do you see possibilities for peaceful conflict resolution? What could this look like?

Rufat: In fact, I even see a solution! There must be a common solution in the sense of both nations. However, under the present circumstances, one cannot simply end the war at once, that is difficult to do – unless one of the two nations would admit defeat. As I said before, the war is a lose-lose situation for both sides.

I would now like to propose my own view of the future of the region and my vision of a dream of future development:

In the global world, borders lose their importance, but trade agreements are of great value. The Caucasus is only a small region consisting of three countries, namely Georgia, Armenia and Azerbaijan. If these three countries would combine their economic power, they could develop constantly and rapidly. The region forms the link between East and West and can be seen as a trade corner.

Once the war ends and peace finally come to the countries, a new chapter will be opened for this region. A new chapter without hate and anger, focusing on the prosperity and health of the people. It will be anything but easy, but I firmly believe in it.

RAFUT’S POLITICAL REMARKS

This is a very important point to consider, because the relationship of the EU member states with Azerbaijan and Armenia is not uniform and mostly one-sided.

Take the example of France: there are more than 1.5 million Armenians who are French citizens and live in France. In this way it is easy for them to intervene directly in or influence the political decision-making process, here also in public media, for example on television, in order to get support.

French President E. Macron has made a strong statement to Azerbaijan since the first day of the conflict, despite the fact that France is a permanent member of the OSCE Minsk Group (created in 1992 by the Ministry for Security and Cooperation) and the mandate actually commits France to full objectivity and neutrality.
Furthermore, there was great pressure from Armenians against French journalists (TF1) after they published an article about an Armenian military attack on civilians in Azerbaijan.

After this pressure, TF1 unfortunately decided to remove this report from its website. Journalist Liseron Boudoul received dozens of offensive messages in the social media after he was on television about the situation in Nagorno-Karabakh. The report showed daily life on the Azerbaijani side of the war front. Shortly after its publication, Boudoul received a whole series of hate mails and insults that lasted for several days.

On the other hand, there are EU member states that have close trade relations with Azerbaijan (Azerbaijan has a significant role in the European energy sector in the field of oil and gas) and also publicly recognize the territorial integrity of Azerbaijan (recognized by the United Nations), such as Italy and Germany.

Voices of Conflict: Rufat