Aktuelles

Nach der bayerischen Landtagswahl ist vor der Europawahl

Eine Einordnung der JEF Bayern, gemeinsam mit der JEF Deutschland

 

Am 14.10. 2018 um 18:00 Uhr ereignet sich das, was manche erhofft, manche befürchtet aber die meisten erwartet hatten. Die Christlich Soziale Union, welche Bayern faktisch seit Jahrzehnten regiert, hat ihre absolute Mehrheit verloren. Diesem Ergebnis ging einer der längsten und spannendsten Wahlkämpfe nicht nur in der Geschichte des Freistaates voraus. Aber nach der Wahl ist vor der Wahl. Am 26. Mai 2019 wird das Europäische Parlament neu gewählt. Als Junge Europäische Föderalisten Bayern und Deutschland sind wir zwar überparteilich aber nichtsdestotrotz politisch, weshalb wir uns zu den Ergebnissen folgendermaßen äußern.

Es ist sehr erfreulich, festzustellen, dass die Wahlbeteiligung mit 72,4% so hoch wie zuletzt vor über dreißig Jahren bei den Wahlen 1986 war. Dies zeigt, dass sich immer mehr Menschen für Politik interessieren und von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen. Diese Entwicklung möchten wir als JEF Bayern weiter unterstützen und mit Blick auf die Europawahl fördern.

Allerdings wurde der Wahlkampf vor allem durch zwei Themen dominiert: die Migrationsthematik und Personaldebatten der Großen Koalition. Insbesondere die Fragen nach der Zurückweisung von Migrant*innen an den Grenzen sowie des Aufbaus einer bayerischen Grenzpolizei bestimmten den politischen Diskurs. Leider wurden viele wichtige Zukunftsthemen nicht behandelt. Dazu gehört die Frage nach der zukünftigen Rolle Bayerns in Europa. Der Wahlkampf wurde überschattet durch die Verwendung einer immer drastischeren Sprache, welche polarisierte statt mit Konzepten zu überzeugen. Viele wichtige Themen mit europäischem Bezug wurden nur wenig angesprochen.

Die Resultate der Wahl lassen vor allem zwei Gewinner erkennen. Dies sind zum einen die Grünen, welche ihr Ergebnis seit der letzten Wahl mehr als verdoppeln konnten (17,5%; +8,9%). Zum anderen gehört dazu aber auch die AfD. Zwar blieb diese unter dem Bundesdurchschnitt, doch mit 11% und 20 Sitzen wird ihre Fraktion zukünftig eine Rolle im bayerischen Landtag spielen. Aus unserer Sicht sind das 20 Sitze zu viel. Die Verlierer des Abends sind klar die Volksparteien. Obwohl das befürchtete Ergebnis von bis zu 33% ausblieb, sind die Verluste für die bisherige bayrische Regierungspartei CSU mehr als deutlich (37,2%; -10,5%). Insbesondere die Verluste der SPD sind dramatisch, kam diese nur noch auf einen einstelligen Wähler*innenanteil (9,7%). Alles dies steht sinnbildlich für eine immer diversere Gesellschaft, welche sich immer mehr in europafreundliche und europaskeptische und somit gegensätzliche Gruppen aufzuteilen scheint.

Für die zukünftige bayrische Regierung wird es daher wichtig sein, Impulse zu setzen, sich weniger mit sich selbst, als mit den großen Fragen zu beschäftigen, welche die Bürger*innen bewegen. Sicherlich ist die Migrationsfrage hierbei ein wichtiges Thema. Sie stellt aber nur eines von vielen dar. Sich der Herausforderungen anzunehmen, welche die Globalisierung an eine liberale, demokratische und plurale Gesellschaft stellt, sollte im Vordergrund einer jeden verantwortungsvollen Politik stehen. Angesichts des Erfolges europaskeptischer Parteien ist es dabei umso entscheidender, dass demokratische Kräfte wieder stärker miteinander statt gegeneinander agieren und dadurch integrativ und partizipativ wirken können. Europa wird hier als fortlaufendes Integrations- und Friedensprojekt und angesichts der Komplexität der Fragen eine immer bedeutsamere Rolle einnehmen müssen.

Bayern liegt im Herzen Europas und uns als Jungen Europäischen Föderalisten liegt Europa in Bayern am Herzen. Daher wünschen wir uns für die nächste bayrische Regierung, dass sie dies beherzigen möge und die Weichen klar für einen proeuropäischen Kurs in Bayern und Europa stellen wird.

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Ein Aufruf zur Rückkehr zur Sachlichkeit und Menschenwürde

Wir als Junge Europäische Föderalisten Deutschland stehen für eine humanitäre gemeinsame europäische Asyl- und Migrationspolitik ein, die die Menschenrechte achtet. Seenotrettung ist in erster Linie die humanitäre Pflicht zur Rettung von Menschenleben und sollte weder in der politischen Debatte instrumentalisiert noch mit konstruktiven Lösungen in der Asyl- und Migrationspolitik vermischt werden.

Wenn Menschen im Mittelmeer gerettet werden, die die gefährliche Reise nach Europa auf sich genommen haben, weil sie Schutz suchen, ist es die Pflicht europäischer Staaten ihnen zu helfen. Die Mitgliedsstaaten der EU, die sich unter anderem in der Europäischen Menschenrechtskonvention zu den Menschenrechten bekannt und verpflichtet haben, sind dazu angehalten ihre Anliegen zu prüfen und sie nicht wieder dorthin zu bringen, wo ihnen vermutlich genau das droht, vor dem sie geflohen sind. Dabei macht es keinen Unterschied, welchen Status diese Menschen auf dem Boot haben. Diese Entscheidung sollte und muss aber gerade auf dem Boden der EU getroffen werden, wo dann immer noch (und möglichst schnell) entschieden werden kann, ob ein Asylantrag berechtigt ist oder nicht. Dieser Verantwortung kann und dürfen sich die EU und ihre Mitgliedstaaten nicht entziehen.

Bessere Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnerländern, eine ganzheitliche Entwicklungszusammenarbeit, eine Reform des Dublin-Systems, sodass die südeuropäischen Staaten entlastet werden, und die Schaffung sicherer Fluchtmöglichkeiten nach Europa für Schutzbedürftige sind deshalb die Debatten, die geführt werden müssen – anstatt die unmenschliche Diskussion, ob Menschen im Mittelmeer überhaupt gerettet werden sollen.

Wir kritisieren zudem die aktuelle Rhetorik in der politischen Debatte, wie “Asyltourismus” (Markus Söder), “Anti-Abschiebe-Industrie” und “Abschiebesaboteure” (Alexander Dobrindt), “Asyl-Shuttle” (Horst Seehofer), die sich zum Teil auch in einigen Medien widerspiegelt. Dort finden wir die Ausdrücke wieder, die zeigen, dass geflüchtete Menschen sprachlich zu Tätern gemacht werden. So müsse man die “Außengrenzen schützen”, eine “Überfremdung” verhindern, die “Masseneinwanderung” aufgrund des “Flüchtlingsansturms” eindämmen. Diese Sprache dient der Entmenschlichung von Geflüchteten, zeugt von einer Radikalisierung der politischen und gesellschaftlichen Debatte und leistet letztendlich Vorschub für eine inhumane Asyl- und Migrationspolitik. Sie ist in dem Kontext, in dem es um Menschenleben geht, völlig deplatziert. Es sollte und muss eine offene, breite gesellschaftliche Diskussion über Asyl- und Migrationspolitik geben und als überparteilicher Verband sehen wir auch die Notwendigkeit, zu einer politisch ausbalancierten Lösung zu kommen. Das darf aber keinesfalls zu einer Überschreitung roter Linien und/oder Verwendung solcher Bezeichnungen führen.

Als Bundesvorstand der Jungen Europäische Föderalisten Deutschland rufen wir deshalb dringend dazu auf, zu einem sachlichen Ton und einer rechtmäßigen Behandlung zurückzukehren, die der Bedeutung der Menschenleben und der Bedeutung der Asyl- und Migrationspolitik für den gesellschaftlichen und gesamteuropäischen Zusammenhalt gerecht wird.

Unsere Vorstellungen einer Europäischen Asyl- und Migrationspolitik befinden sich in unserem Beschluss vom Bundeskongress 2015.

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Europa voranbringen- Landesversammlung 2018 in Augsburg

Europa voranbringen! Unter diesem Motto trafen sich am Wochenende des 30 Juni und 1. Juli JEFer*innen in Augsburg, um gemeinsam neue Weichen für die Europawahl 2019 zu stellen.

Ein Grund zur Freude- Ein Grund zur Besorgnis

Die Wahl des Versammlungsortes macht deutlich, vor welchen Umbrüchen und Herausforderungen die Europäische Union derzeit steht. Bereits am Vorabend konnte die Europa-Union ihr 70-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Goldenen Saal würdigen. Nichtsdestoweniger fand zeitgleich der Parteitag der Alternative für Deutschland in der Augsburger Messe statt. Der Aufschwung der AfD steht sinnbildlich für den Erfolg populistischer und europafeindlicher Parteien, wie zuletzt in Italien leider deutlich wurde. Insbesondere die Migrationsfrage scheint hier zur Schicksalsfrage Europas erhoben zu werden.

In zwei Arbeitskreisen beschäftigten sich Europa-Union Bayern und JEF Bayern aus diesem Grund mit der europäischen Entwicklungspolitik und der Europawahl im Mai 2019. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig es ist, die Errungenschaften der europäischen Idee zu bewahren, diese aber auch stetig weiterzuentwickeln. In einer gemeinsamen Resolution wurden die Kernpfeiler zu Migration, Wirtschaft, Klimapolitik aber auch Außen- und Sicherheitspolitik festgelegt. Darüber hinaus verabschiedete die JEF eine weitere Resolution, welche die Einhaltung europäischer Grundwerte bei der Migrationsfrage herausstellt. Zudem sorgte der fragliche Umgang mit kritischen Stimmen gegenüber des neuen bayerischen Polizeiaufgabengesetzes für kontroverse Diskussionen. Die JEF Bayern machten deutlich, kritisch weiter zu beobachten.

Ein alter neuer Vorstand

In Augsburg wurde zudem ein alter neuer Vorstand gewählt. Einzelne Vorstandsmitglieder wurden für ihr herausragendes Engagement mit der bayerischen Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben sind die besondere Arbeit des scheidenden Schatzmeister Akin Aktas, von Linda Hamann sowie Johannes Greubel und Benedikt Krogoll. An dieser Stelle sei allen für ihr herausragendes Engagement für die JEF Bayern noch einmal herzlich gedankt.

Der amtierende Landesvorsitzende Robin Mudry wurde in seinem Amt für eine weitere Amtszeit bestätigt. Den neuen Vorstand werden als Stellvertreter*innen unterstützen Yannik Bernardi, Justus Hierlmeier, Stephan Raab und Sara Schmitt. Die Geschäftsführung wird von Isabella Ritter weitergeführt. Als neuer Schatzmeister wird Florian Runschke dem Landesvorstand angehören. Als neuer Schriftführer wurde Thomas Klöckner gewählt. Als neue Beisitzer*innen werden Emmeline Charleton, Alexander Doliva, Hannes Kühn sowie Susanna Schmitt und Fridolin Saal den Landesvorstand unterstützen.

Insbesondere heute ist es wichtiger den je, Frieden und Freiheit, die europäischen Werte der ersten Stunde zu bewahren und fortzuentwickeln. Die JEF Bayern sind bereit. Lasst uns Europa voranbringen!

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Nur ein Europa der Werte kann unser Europa sein

Europa ist eine Wertegemeinschaft gegründet auf die in der Menschenrechtskonvention des Europarats und der Europäischen Charta der Grundrechte niedergelegten Werte, zu denen vor allem die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die unveräußerlichen Rechte der Einzelnen gehören. Diese Werte sind Ziel und Maßstab seines politischen Handelns. (Auszug aus dem Düsseldorfer Programm der Europa-Union Deutschland).

Aus gegebenem Anlass rufen wir als Junge Europäischen Föderalisten Bayern e.V. unsere bayerischen, nationalen und europäischen Politiker*innen auf, bei ihrem Handeln in der Flüchtlingskrise diese Grundwerte zu beachten. Eine Festung Europa, die auch Asylberechtigten und Menschen, die unter die Genfer Flüchtlingskonvention fallen, den Zutritt verweigert, widerspricht diesen Grundwerten.

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Infos zur Landesversammlung 2018

Liebe JEFer*innen,

die diesjährige Landesversammlung vom 30. Juni bis 1. Juli in Augsburg rückt näher, weshalb wir euch auf diesen Seiten mit allen Infos versorgen, die ihr benötigt. Ob Anmeldung, Programm oder Anträge – hier werdet ihr alles finden:

1. Anmeldung

Über den Link unten könnt ihr euch für die Landesversammlung anmelden. Da die Anmeldefrist für eine Teilnahme mit Übernachtung allerdings am 7. Juni war, ist nur noch eine Teilnahme ohne Übernachtung möglich. Die Übernachtung muss von den Teilnehmern selbst organisiert werden.  Der Teilnahmebeitrag beträgt:

  • 30 Euro bei Anwesenheit während der kompletten Landesversammlung inkl. Übernachtung,
  • 20 Euro bei Anwesenheit während der kompletten Landesversammlung ohne Übernachtung,
  • 10 Euro bei Anwesenheit lediglich Samstag.
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SIMEP in München: Helfer*innen gesucht!

Liebe JEFlerinnen und JEFler,

wolltet ihr schon immer einmal Teil des Europäischen Parlaments sein? Dann möchten wir euch als Helfer*innen für das Europaprojekt der JEF Bayern einladen.

Am 24. Juli findet im Bayerischen Landtag die Simulation des Europäischen Parlaments (SIMEP) statt. Dieses Projekt wurde 1999 durch die Junge Europäische Bewegung (JEB) ins Lebens gerufen. Seitdem wird SIMEP jährlich erfolgreich wiederholt.

Die JEF Bayern bietet mit diesem Simulationsspiel insgesamt über 100 interessierten Schüler*innen die einzigartige Gelegenheit, europäische Politik und parlamentarische Abläufe in der Praxis hautnah zu erleben. Die Teilnehmenden schlüpfen bei der SIMEP für einen Tag in die Rolle von Europa- Abgeordneten und diskutieren in Fraktionen, Ausschüssen sowie im Plenum über aktuelle kontroverse europapolitische Themen. Der Bayerische Landtag eignet sich besonders als Bühne für Europapolitik und Diskussionen.

Um SIMEP zu einem spannenden und lehrreichen Ereignis für alle Beteiligten zu machen, benötigen wir Helfer*innen, die bereit sind zum Gelingen des Projektes beizutragen. Die Helfer erhalten vorab eine Schulung, welche sie mit den Abläufen des Tages vertraut machen wird. Diese Helferschulung ist für den 07.07. 2018 in München angesetzt. Die Aufgaben:

  • Einweisung der Schüler*innen
  • Betreuung der Fraktionen
  • Notepasser und Mikrophon
  • Vorbereitung des Sitzungssaales

Haben wir euer Interesse geweckt? Habt ihr noch Fragen zu SIMEP Bayern? Schreibt uns bis zum 13.05.2018 gerne unter simep@jef-bayern.de 

Reisekosten werden bis zu 75 Euro erstattet.

Wir bedanken uns für eure Mithilfe mit europäischen Grüßen,

Die Jungen Europäischen Föderalisten Bayern

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Stellenausschreibung der JEF Bayern und Europa Union Bayern

Die Jungen Europäischen Föderalisten Bayern e.V. und die Europa-Union Bayern e.V. suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Teilzeitkraft auf 450-Euro-Basis
für die Mitarbeit in der Geschäftsstelle in München.

 

Dabei sind die Arbeitszeiten grundsätzlich flexibel, jedoch sollten 4 Stunden pro Woche vor Ort in der Geschäftsstelle in München absolviert werden. Zu Deinem Aufgabenbereich werden die Mitarbeit an der Organisation der verschiedenen Veranstaltungen der JEF und EUB (Diskussionsveranstaltungen, Jugendaustausche etc.) sowie die Geschäftskommunikation und administrative Tätigkeiten gehören.

Anforderungen: Du solltest JEF/EUB-Mitglied sein und Dich so mit unseren Positionen und Zielen identifizieren. Vorhandene Erfahrung in den Aufgabenfeldern sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung.

Bewerbungsschluss ist der 15.05.2018. Wir freuen uns auf Deine Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf, adressiert an Robin Mudry (1. Vorsitzender der JEF Bayern) an: bewerbung@jef-bayern.de

Die Landesvorstände der JEF Bayern und Europa-Union Bayern

Stellenausschreibung der JEF Bayern und Europa Union Bayern
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Binationales Seminar: Zukunft Europas – ein Europa 2.0

!! Anmeldefrist bis zum 31. März verlängert !!

Ausschreibung zum binationalen Seminar in Eichstätt und München

Herzliche Einladung zum binationalen Seminar zwischen der JEF Bayern und der JEF Emilia Romagna in Eichstätt und München, vom 27.04.-01.05.

Brexit, Eurokrise, Donald Trump in Amerika -und wie steht es um die Zukunft Europas? Bei der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Lage, ist die Zukunft Europas ein wichtiges Thema. Bei einem Seminar in Trento 2016 wurden die aktuellen Probleme der europäischen Union besprochen. Das bi-nationale Seminar mit der italienischen JEF Sektion Emilia Romagna widmet sich der Zukunft Europas. Wie könnte ein Europa 2.0 aussehen? 
Eine europäische Armee? Änderungen in der europäischen Außen-und Sicherheitspolitik? Wie steht es um die deutsche Hegemonie in der EU und welche Rolle spielt der Euroskeptizismus? 
Das Seminar versucht sich auf verschiedene Weise mit der möglichen Gestaltung eines Europa 2.0 auseinander zu setzen. Neben Vorträgen und Workshops stehen außerdem ein Parlamentsbesuch in München sowie eine Kanutour von Pappenheim nach Eichstätt an. Interesse? Dann bewerbt euch doch bitte bis zum 31. März. Der Teilnahmebetrag liegt bei 100€ – Übernachtung, Frühstück, Bahntickets von München nach Eichstätt, und Teile der Verpflegung mit inbegriffen.  
Da nun fast alle Plätze vergriffen sind, gilt: Wer schnell ist, hat mehr Chancen :-)! 

Wann? 27.04.-01.05.2018 
Wo? Eichstätt und München
Thema? Zukunft Europas – ein Europa 2.0
Kosten? 100€

 

Anmeldung: https://goo.gl/forms/NYn0J6Al8Vph8DHp1

Binationales Seminar: Zukunft Europas – ein Europa 2.0
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Report for the JEF media conference in Prague (23.-26.11.2017)

From November 23-26, 2017 JEF Czech Republic and Bavaria co-organised a Czech-German Student Conference entitled The Role of Media and Information in the Current World and Politics in the Golden City of Prague. The event was attended by JEFers from the Czech lands, France and from several German sections as well as by members of the Czech and German Union of European Federalists, amounting to a total of about 30 participants.

Opening discussion in the baroque villa Portheimka

A discussion evening in the baroque villa Portheimka in Prague – Smíchov with the topic The Image of the European Union in the [Czech] Media marked the opening of the conference. Invitation to the discussion was received by the publicist and former adviser to the Committee on Foreign Affairs, Defence and Security of the Senate of the Parliament of the Czech Republic Petr Fleischmann, the Secretary General of the Union of European Federalists in the Czech Republic Ivo Kaplán, the spokesperson of the European Commission Representation in the Czech Republic Magdaléna Frouzová, the former State Secretary for European Affairs Tomáš Prouza, the Rector Emeritus of Charles University and President of the Committee on EU Affairs of the Senate of the Parliament of the Czech Republic Václav Hampl and the incumbent State Secretary for European Affairs Aleš Chmelař. The discussion was moderated by Anežka Fuchsová from the Institute for Christian Democratic Policy.

The program of the evening was divided into several parts – after the organizers’ welcoming words, two short presentations introducing the topics were held, followed by two panel discussions.

The first presentation, prepared by Ms Frouzová, focused on communication of the European institutions with the public (particularly regarding EU policies and the practical functioning of the institutions themselves) and used Euromyths as an illustration of the most common problems. The second presentation, by Mr Fleischmann, dealt on a theoretical level with the European societies’ views on supranational cooperation being strongly influenced by their respective national roots.

In the following first discussion round (attended by Ms Frouzová, and Messrs Fleischmann, Kaplán, and Prouza) were discussed the grounds of Czech Euroscepticism as well as suggestions how to face it. The Czechs are for instance, according to Eurostat, the most critical nation towards the common currency. The panellists agreed on the need to raise the public awareness of European issues, the lack of which was considered to be the main cause of distrust in the EU and its institutions, and the urgency of vigorous and constructive action on this issue by politicians and the media.

The second debate (with the participation of Messrs Kaplán, Hampl and Chmelař) was rather focused on the presentation of European topics and the form of the public discussion. According to the panellists, the Czech discussion about the EU is too cold and sterile, only confined to providing factual information and does not aim at targeting positive themes or emotions. In this context, Aleš Chmelař mentioned as an example the successful campaign of Emmanuel Macron, who managed to bring a constructive approach and pro-reform enthusiasm to the public discourse. This must be achieved on the Czech political scene as well.

The conclusion of both panel discussions was reserved for questions from the audience. They were directed especially to the predictions of the future development and concerned the attitude of the young generation of politicians or particular political parties. The panellists have pointed out a growing positive trend, manifesting itself especially by willingness to reflect on the European agenda.

The first soirée was concluded with a common dinner, which provided space for getting to know each other and for further discussion.

Town walk and discussion in the Czech Parliament

On the next morning, the participants met in Prague’s Lesser Town for a guided visit of the German embassy in Palais Lobkowitz. A member of the diplomatic body led the group first into the garden, where in 1989 East German refugees gathered and were finally allowed to leave for the Federal Republic after Hans-Dietrich Genscher’s personal intervention and speech held from the embassy’s balcony. After that historical excursion, the group was hosted in one of the baroque interiors and a question and answer round took place, during which the diplomat not only described the embassy’s approaches towards the changed political scene after the most recent Czech parliamentary elections, but also provided insights into the processes and career options of the German Foreign Service.

After the visit at the German embassy, the conference’s core panel discussion took place in the premises of the Czech House of Deputies, the lower chamber of the Czech Republic’s bicameral parliament. Under the title Transformation of Contemporary Media, the Role of Propaganda in Them, and How to Fight Against the Latter a panel consisting of Dr. Claudia Riesmeyer (an expert in the field of media competence from the Institute of Communication Science and Media Research of Munich’s Ludwig Maximilian University), Markéta Krejčí B.A. (a student of the European Studies curriculum at Brno’s Masaryk University being in charge of the Czech Think Tank European Values’ project “Kremlin Watch” which aims at reporting instances of Russian interference in Czech media and political discourse) as interlocutors, and Robin Mudry (president of JEF Bavaria and student of the European Studies curriculum at the Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt) as host, discussed for nearly four hours with some 25 people from JEF Czech Republic, Germany and France and representatives of both Czech and German UEF in Smiřický Palace.

After some introductory thoughts by Robin Mudry on the evolution of information (politics), censorship, and the shift from decision-making on the basis of a commonly agreed “truth” towards debating the notion of “truth” itself in a post-factual world, the panel engaged in the discussion about who is entitled to define what is “true”. Acknowledging that on the one hand “truth” is no given absolute and rather a category to be dealt with and that on the other hand traditional “truth” authorities such as journalists and politicians are more and more failing to fulfil their role, the panel came to the conclusion that the critical individual is all the more in charge. In order to assume this responsibility people must acquire media literacy as a key competence. Dr. Riesmeyer then elaborated on the four main aspects of media competence being critical thinking, technical skills, self-competence and social competence. These skills are to be conveyed by different actors. While parents play a key role in the early stages of life, it should be at the heart of scholar curricula to sensitise pupils to media and their intricacies. This being a rather top-down approach requiring political will and reform in the education system, it is for the time being also up to NGOs – such as JEF – to work with people on media-related issues.

At this point, the usual question of how reaching the envisaged audience came up and the argument was namely made for a positive narrative regarding the EU. In this context, Markéta Krejčí explained and exemplified how Russian propaganda in the Czech Republic is working and claimed that this kind of anti-European interference would have been much less successful, if there had been a proper coverage of EU matters in the first place. In what followed, the debaters’ concern was to think of the right pro-European communication strategy. While many examples for concrete political action such as a reform of the system for the European elections (including European parties and cross-border candidates) were made, it crystallised that without innovative communication tools and a more general effort to increase media literacy, a change in the general Eurosceptic mood is unrealistic. Whereas some of the participants upheld the idea of fostering the EU as a brand according to marketing strategies, others objected that the EU was far too complex to be sold as an ordinary commodity. A consensus could be reached on the necessity of linking positive experiences regarding the EU with knowledge and facts about it.

Finally, the discussion shifted to how JEF as an organisation could and should act in this time of political sullenness, assaults on the basic values of the liberal democracy and European integration, and the erosion of “truth” authorities. In a democracy, citizens should be empowered and enabled to engage in public discourse, to participate in elections (and referenda) and to act as mature members of a polity. In order to achieve this, JEF should first continue its work of informing people about the EU, its proceedings and its purposes, but second and most importantly, JEF has to address the problems Europe is facing, it has to deal with the arguments brought up against the EU rather than dismiss them as “fake news”. It has to critically self-reflect and at the same time to provide with conviction a new vision for the future of Europe. Federalism can in this context be a concept which goes beyond upholding a status quo that has permitted the disavowals of the present.

Workshop on media literacy in the 21st century

After closing the conference’s central day with another common dinner, the European guests were introduced into the Czech capital’s nightlife. The next morning, Dr. Riesmeyer conducted a workshop on media literacy in the 21st century, deepening the participants’ knowledge in the field and focussing on the practical consequences from the previous panel discussion. In the afternoon, a city tour was organised and the participants took a walk along the traditional coronation way from the Republic’s Square on the border between New and Old Town, crossing world famous Old Town’s Square, Charles Bridge and reaching Lesser Town below Prague Castle. Again the official program was concluded with a common dinner.

On Sunday morning, the participants met for a final workshop, with the objective of evaluating the conference and discussing the future Czech-German cooperation in the framework of the JEF twinning program. Amongst others, Czechs and Bavarians convened to send a joint delegation to the European Youth Event in Strasbourg. Two conferences are envisaged for the year 2018: the Passauer Gespräche in May and another Prague-based Czech-German conference in autumn.

 

Authors:
Jiří Poupa, JEF Czech Republic
Robin R. Mudry, JEF Bavaria

Report for the JEF media conference in Prague (23.-26.11.2017)
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Greece and Bavaria: A White-Blue Cooperation of JEF

The Young European Federalists of Greece and the Young European Federalists of Bavaria have set up together their project of the „Blue-White Cooperation“, a title deriving from the colours of their flags. A group of 10 participants from various sections of JEF Germany travelled to Greece and were welcomed by 9 members of JEF Greece and a guest from JEF Belgium doing his Erasmus in Athens. Altogether, the 20 participants had origins from Germany, Romania, Greece, Albania, France, Switzerland and Belgium.

The project focused on the common history of modern Greece and modern Germany and on the dissolution of the stereotypes that Greeks and Germans have tended to have for each other during the years of the debt crisis of the Euro-zone. Our German colleagues in the week from 28th of September to 4th of October came in contact with the hubs of Greco-German cooperation in Athens and learnt a lot about German presence in the history of modern Athens and Greece, both positive and negative.

Participants began their activities in the Greek Parliament with a guided tour in the building, that was the Palace of Otto and Amalia, the Bavarian royal family that Greece had in the 19th century and who shaped the modern Greek state. They were also guided in an exhibition about Ioannis Kapodistrias, one of the most prominent Greek politicians, who had proposed the unification of Europe already during the Congress of Vienna in 1815, when he was minister of foreign affairs of the Russian Empire. A conversation on the positive and negative influences of Otto and Amalia on Greece followed, before participants had the opportunity to attend the Plenary Session of the Greek Parliament on the topic of the proposal of privatization of the public company of electricity DEI. Then the Information Office of the European Parliament in Greece hosted the participants, who organized a workshop on stereotypes by making use of the online tool www.youthmetre.eu and came up with their own proposals of potential projects of Greco-German cooperation against stereotypes in the future. On the second day, members of JEF Greece and JEF Germany were guided for four hours around the streets of Athens and in the Museum of the City of Athens-Vourou-Eutaxia Foundation, in order to reconstruct the everyday life in the new capital that the Bavarian Administration had designed: Athens. Later on, they were hosted by the Zaatar non-profit organization in the Orange House for refugees, where they had a session of a living library on the various perceptions of the refugee crisis and the challenges of volunteering. The third day of activities was spent on the island Aegina, one hour away from Athens, so that members could visit the Temple of Aphaea Athena, half of which is on display in the Pinakothek of Munich, after the Bavarian royal family saved it from Italian smugglers of antiquities in the 19th century. The 2nd of October, participants visited the German Archaeological Institute of Athens, where they learnt about the contribution of the Institute to the archaeological research in Greece and the significance of the Greek culture for Germany, as well as the Embassy of Germany in Greece, where they had a conversation on modern Greco-German diplomatic relations and on the project of the Youth Agora Forum. On their last day, the participants from both countries toured around Athens and went sightseeing, making use of the application “German Traces” of the Goethe Institut in smaller groups.

Linda Hamann, Robin Mudry and Jan Schiprowski organized the programme from the side of JEF Bavaria and Alexandros Apostolidis from the side of JEF Greece.

The Blue-White Cooperation is a multifaceted project that is planned to last many years and, to begin with, members of JEF Greece will now return the visit to Bavaria in 2018 and there they will learn about local hubs of Greco-German cooperation and Greek influences in Bavaria and Germany.

by Aléxandros Apostolidis

Greece and Bavaria: A White-Blue Cooperation of JEF
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